Interpols Cyber-Experten trainieren im Fake-Darknet

Weltweit stellen Strafverfolgungsbehörden zunehmend Experten ein, um sich gegen Verbrechen im Internet zu rüsten. Wurden früher nur Teams mit minimaler Ausbildung im Bereich Internetkriminalität konsultiert, bilden viele Behörden in diesem Bereich heute selber aus, koordinieren die Strafverfolgung grenzübergreifend oder rekrutieren gezielt Spezialisten. So gründete Europol 2013 das Europäische Zentrum zur Bekämpfung der Cyberkriminalität EC3, während das FBI inzwischen Computerwissenschaftler, IT-Spezialisten und Ingenieure direkt von der Universität einzieht und bereits in allen 56 Außenstellen über sogenannte „Cybersquads“ verfügt.

Simulierter Marktplatz

Auf internationaler Ebene ging Interpol noch einen Schritt weiter. Das Cyber Research Labor der Internationalen Organisation der Kriminalpolizei entwickelte nicht nur eine private Kryptowährung und den dazugehörigen simulierten Marktplatz, sondern auch ein komplett fingiertes Darknet-Netzwerk, um kriminelles Verhalten besser studieren zu können. Beamte, die innerhalb der virtuellen Umgebung trainieren, sollen hier mit den nötigen Kenntnissen und Werkzeugen ausgestattet werden, die für reale Handlungen in der virtuellen Welt essentiell sind. Das Konzept wurde in Kooperation von Interpol und der Niederländischen Organisation für Angewandte Naturwissenschaftliche Forschung TNO erstellt und wird auch auf Führungsebenen durchgeführt, um ein Bewusstsein auf allen Level zu schaffen.



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